Hundeschule Süssen - Ihre mobile Hundeschule im Filstal und Umgebung

Hundeschule Basiswissen, Welpen(früh)Erziehung, Problemhundetherapie

HILFE - MEIN HUND IST NIEDLICH


Mein Hund ist niedlich!!!

Das kann zum Horrorszenario für Eure Hunde werden!

Immer mehr Kunden kommen mit völlig verstörten kleinen Hunden auf den Hundeplatz. Die Kleinen sind doch so süß und jeder ist fasziniert.

Ob das nun beim Spaziergang, beim Einkauf oder im Städtle beim Kaffeetrinken ist, JEDER grabscht des Hundle an.

Und die Hundehalter? Also die meisten sagen auf unsere Frage, warum lässt Du das zu? dass sie sich nicht getrauen, den Menschen dies zu verwehren. Andere sind noch stolz drauf, weil ja jeder des Hundle so nett findet.

Wenn es jedoch (und das passiert in 99 % der Fällen) dem Hundle zu blöde wird, wenn es genug hat von tätschelnden riesen Händen auf dem kleinen Köpfle und den übelriechenden parfümierten Backen und Küssen, wenn es eben nicht mehr von JEDEM hochgehoben und geknuffelt und über den Kopf gehalten werden will, dann passiert was, das so gar nicht mehr zu dem goldigen kleinen Knuffelchen passt, ER BEISST ZU !!!!!

Sollte er vor dem Beissen noch knurren, wir ihm das kurz abgewöhnt, mit einem mehr oder wenig vorsichtigen Klaps auf den Nasenrücken wird er ja schon merken, dass er nicht knurren soll - o.k. Hund ist ja nicht dumm, dann lässt er halt das knurren und beisst gleich zu (Ironie aus)

Leute, ich habe gerade das zu Hause, was ich nie wollte, einen Junghund. Eine goldige faltige (arme) süss daher watschelnde kleine Shar Pei Hündin, die bisher wirklich jeden, der sie gesehen hat, zum lächeln brachte. ABER: STOPP - ich getraue mir zu sagen, "bitte fassen sie meinen Hund nicht an, sie sehen doch, dass sie es nicht möchte". Ich getraue mir, ganz nah an diese Menschen ran zu gehen, die Individualdistanz zu durchbrechen, mit der Erklärung, dass sie es gerade genau so machen wollen mit meinem Hund!

Die Menschen sind erstaunt, manche beleidigt, manche halten mich für blöde oder für "nicht einfach", aber meine kleine Emily dankt es mir, sie geht völlig unbeeinträchtigt durch ihr kleines Leben und wird nicht belästigt.

Die Leute, welche in der Hundeschule mit ihr den Parcour durchmachen, ihr die Angst vor dem Steg nehmen, sie mit eselsgeduld über die Wippe begleiten, diese Leute gehen respektvoll mit MEINEM "Kind" um und was lernt "MEIN KIND", sie lernt, dass sie keine Angst vor Händen haben muss, sie lernt, dass die "MAMA" für sie da ist. Sie wird auch nicht mit oder besser gesagt von dem Doggenjunghund über die Wiese gejagt, sie darf aber auch nicht mit dem Chihuahuawelpen "spielen", denn auch hier bin ich für sie da, bei dem Doggenjunghund, dass sie nicht von ihm umgerannt und gerempelt wird und bei dem Chihuahua, dass sie genau das nicht mit dem kleineren Hund macht.

Ich (ge)leite meinen Junghund durch's Leben, der Anfang ist schwer, aber ich möchte einen tollen, mutigen und anständigen Hund, einen, der mir vertraut und der nicht gegen andere Hunde aggressiv wird, weil er in der Spielgruppe zusammengenietet wurde, und einen, welcher einfach mit Menschen umgehen kann, ohne vor Händen, die ständig knuddeln wollen Angst haben zu müssen.

Ich finde es cool, wie sie heranwächst, die kleine Emily Erdbeere. Sie muss vor nichts Angst haben und sie muss aber auch keine Angst verbreiten und sie wird trotzdem heiss und innig von uns geliebt, denn das eine schließt das andere nicht aus.

In diesem Sinne wünsche ich allen Welpen- und Junghundebesitzern stets den Mut, sich für ihren Hund zu wehren.

Chakka.....